Was ist gutes Webdesign?

Zu einem Gross­teil ent­schei­det das Design einer Web­site, ob Sie den Benut­zern gefällt oder nicht. In nur weni­gen Momen­ten tref­fen die Besu­cher ein Urteil dar­über, ob sie wei­ter auf Ihrer Web­site blei­ben oder ob sie sich lie­ber an einem ande­ren Ort umse­hen. Inspi­riert von Die­ter Rams’ 10 The­sen für gutes Design, prä­sen­tie­ren wir Ihnen 10 The­sen für gutes Web­de­sign. 

Titelfoto Blogartikel: Was ist gutes Webdesign? - PMC Communications Website responsive
Bild­quel­le: Apple Schweiz Web­site

Das Design einer Web­site ist aus­schlag­ge­bend dafür, ob die Web­site als Gan­zes posi­tiv wahr­ge­nom­men wird oder nicht. Immer­hin geben 94% der Men­schen Design-Ele­men­te als Grund für das Miss­trau­en in eine Web­site und das ent­spre­chen­de Unter­neh­men an. Gan­ze 48% der Men­schen sehen das Design der Web­site als wich­tig­sten Indi­ka­tor für die Glaub­wür­dig­keit eines Unter­neh­mens. Für gutes Web­de­sign spie­len vie­le Aspek­te eine ent­schei­den­de Rol­le. Nach­fol­gend haben wir die zehn wich­tig­sten und ein­fluss­reich­sten Punk­te zusam­men­ge­fasst, damit Sie sich dar­an ori­en­tie­ren kön­nen und auch über­prü­fen, ob bei Ihrer Web­site alle 10 The­sen für gutes Web­de­sign ein­ge­hal­ten wur­den.

1. Gutes Webdesign kommt sofort auf den Punkt.

Wie bereits erwähnt, ent­schei­den die Besu­cher einer Web­site in weni­gen Augen­blicken dar­über, ob Ihnen eine Web­site gefällt oder nicht und dem­entspre­chend auch, ob sie dar­auf ver­wei­len oder sie schlies­sen. Es ist des­halb wich­tig, dass die Besu­cher sofort davon über­zeugt wer­den, dass sie bei Ihnen am rich­ti­gen Ort sind und die Infor­ma­tio­nen fin­den, wel­che sie suchen. Das wirkt sich neben­bei auch posi­tiv auf Ihr Goog­le-Ran­king aus, weil Goog­le dann erkennt, dass die ent­spre­chen­den Wör­ter schon am Anfang Ihrer Web­site vor­kom­men und der Web­site so mehr Rele­vanz bei­misst. Wenn Ihre Web­site hin­ge­gen sehr oft, nach kur­zer Zeit geschlos­sen wird, stuft Goog­le Ihre Web­site her­ab. Zei­gen Sie also immer sofort, was Sie bie­ten und wel­chen Nut­zen Ihre Kun­den von Ihnen haben.

2. Gutes Webdesign bietet Bewegungsfreiheit.

Schon bevor Ihre Besu­cher auf Ihre Web­site kom­men, haben sie bestimm­te Fra­gen, wel­che sie ger­ne beant­wor­tet hät­ten. Mit einer kla­ren Menü­struk­tur und Navi­ga­ti­on erleich­tern Sie ihnen die­ses Vor­ha­ben und bie­ten ein posi­ti­ves Nut­zer­erleb­nis. Dabei müs­sen Sie sich immer über­le­gen, wie sich die Benut­zer ver­hal­ten sol­len und wel­che Art von Menü sinn­voll ist. Wol­len Sie bei­spiels­wei­se, dass das Menü immer prä­sent ist, dann macht ein hori­zon­ta­les Menü im Kopf­be­reich Sinn, wel­ches dort fixiert ist und immer sicht­bar ist, auch wenn die Benut­zer nach unten scrol­len. Viel­leicht möch­ten Sie jedoch den Kopf­be­reich für ande­re Inhal­te frei­hal­ten. Dann emp­fiehlt sich ein soge­nann­tes Ham­bur­ger-Menü. Bei unse­rer Web­site (pmc-communications.ch) ist dies zum Bei­spiel der Fall. Das Wich­tig­ste ist, dass Sie sich über­le­gen, wel­che Fra­gen die Benut­zer haben könn­ten und die Navi­ga­ti­on dann so struk­tu­rie­ren. Hier sind eini­ge Bei­spie­le:

  • Was bie­ten sie an?
  • Wie viel kostet es?
  • Wer steckt hin­ter dem Unter­neh­men?

3. Gutes Webdesign nutzt passende Bilder.

Ein Bild sagt mehr als tau­send Wor­te. Die­ses Sprich­wort ken­nen Sie bestimmt. Das bedeu­tet, dass ein Bild oft viel mehr Emo­tio­nen und Infor­ma­tio­nen über­mit­teln kann als ein Text. Des­halb soll­ten Sie gra­fi­sche Ele­men­te auf Ihrer Web­site ein­set­zen, um ihr noch mehr Wir­kung zu ver­lei­hen. Bei der Aus­wahl von Fotos muss man jedoch eini­ges beach­ten. Eine opti­ma­le Auf­lö­sung ist ein Muss. Die Fotos soll­ten einen ähn­li­chen Ton haben und farb­lich zum Rest des Designs pas­sen. Wenn Sie Fotos vom Inter­net ver­wen­den, dann müs­sen Sie unbe­dingt auf die Bild­rech­te ach­ten und ver­wen­den Sie sol­che Fotos nur im Not­fall. Man soll­te auf kei­nen Fall mer­ken, dass es gene­ri­sche Fotos sind, weil dies an der Authen­ti­zi­tät Ihrer Web­site und Ihres gesam­ten Auf­trit­tes kratzt. Auf jeden Fall soll­ten Sie Fotos und Gra­fi­ken ein­set­zen, aber die­se soll­ten auch einen Zweck haben und nicht nur als Deko­ra­ti­on die­nen, denn Bil­der haben ent­spre­chen­de Datei­grös­sen und ver­lang­sa­men so die Lade­zeit Ihrer Web­site.

4. Gutes Webdesign verwendet passende Schriftarten.

Wel­che Schrift­art Sie ver­wen­den wol­len, hängt vor allem von Ihrem Bran­ding ab. Ein kla­res Bran­ding defi­niert alle Schrift­ar­ten für ver­schie­de­ne Zwecke wie Brie­fe, E‑Mails, Web­site etc. Wenn Sie kein Bran­ding gemacht haben, dann soll­ten Sie dies unbe­dingt nach­ho­len, denn es legt den Grund­stein für Ihre gesam­te Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on aber auch einen Teil der Stra­te­gie. Eine Web­site soll­te gene­rell nie mehr als drei ver­schie­de­ne Schrift­ar­ten ver­wen­den, kann aber auch mit nur einer aus­kom­men. Wich­tig ist, dass die Tex­te auf ver­schie­de­nen Auf­lö­sun­gen les­bar sind. Für Fliess­text soll­te des­halb min­de­stens eine Schrift­grös­se von 14 Pixeln gewählt wer­den. 16 Pixel sind noch ange­neh­mer zum Lesen. Auch bei den Schrift­ar­ten soll­ten Sie auf die Nut­zungs­rech­te ach­ten. Die mei­sten Schrift­ar­ten müs­sen sepa­rat lizen­ziert wer­den, wenn sie für Web­sites ver­wen­det wer­den. Abhil­fe schafft hier Goog­le Fonts. Dort fin­den Sie eine Viel­zahl an Schrift­ar­ten, wel­che Sie frei ver­wen­den dür­fen und kei­ne Lizenz­ge­büh­ren dafür bezah­len müs­sen.

5. Gutes Webdesign bietet Möglichkeiten zur Interaktion.

Jeder Mensch hat einen Spiel­trieb und die­ser will befrie­digt wer­den. Ihre Web­site soll­te des­halb nicht nur Infor­ma­tio­nen aus­sen­den, son­dern den Benut­zern auch die Mög­lich­keit bie­ten, mit ihr zu inter­agie­ren. Die Web­site muss also mehr Inter­ak­ti­ons­mög­lich­kei­ten bie­ten als blos­ses Klicken und Scrol­len. Chat­bots bei­spiels­wei­se bie­ten hier vie­le Vor­tei­le. Die Besu­cher Ihrer Web­site wer­den direkt ange­spro­chen und kön­nen dem Chat­bot Fra­gen stel­len oder auch ande­re nütz­li­che Din­ge tun. Aber auch Klei­nig­kei­ten wie Ani­ma­tio­nen und Spe­zi­al­ef­fek­te kön­nen manch­mal unglaub­lich viel Freu­de berei­ten und ver­bes­sern die User Expe­ri­ence (Nut­zer­erleb­nis) auf Ihrer Web­site. Die Art der Inter­ak­tio­nen, wel­che Sie bie­ten, hängt schluss­end­lich immer von Ihrer gewünsch­ten Wahr­neh­mung ab und muss zum Gesamt­auf­tritt und dem Bran­ding pas­sen. Sie soll­ten es also nicht über­trei­ben und die Lie­fe­rung von Infor­ma­tio­nen soll­te immer im Vor­der­grund ste­hen.

6. Gutes Webdesign hat eine Call to Action.

Durch das User Expe­ri­ence Design defi­nie­ren Sie klar, was die Besu­cher Ihrer Web­site tun sol­len. Sie ver­fol­gen ein bestimm­tes Ziel und wün­schen sich eine ent­spre­chen­de Hand­lung der Nut­zer. Sei dies ein Anruf, eine Nach­richt oder ein Kauf. Des­halb muss Ihre Web­site so gestal­tet sein, dass sie eine oder meh­re Calls to Action (Hand­lungs­auf­for­de­run­gen) ent­hält. Das kön­nen ganz ein­fach Phra­sen sein, wie zum Bei­spiel:

  • «Ver­ein­ba­ren Sie einen Ter­min.»
  • «Abon­nie­ren Sie unse­ren News­let­ter.»
  • «Schrei­ben Sie uns eine Nach­richt.»

Mei­stens tritt eine Call to Action in Ver­bin­dung mit einem But­ton oder einem Link auf, wel­che dann wei­te­re Schrit­te bewir­ken und die Benut­zer beim Aus­füh­ren der gewünsch­ten Hand­lung unter­stüt­zen. Im Ide­al­fall bau­en Sie bereits beim ersten sicht­ba­ren Bild­schirm­aus­schnitt Ihrer Web­site eine Call to Action ein.

7. Gutes Webdesign berücksichtigt die Ladegeschwindigkeit.

Eine schö­ne und attrak­ti­ve Web­site nützt Ihnen nichts, wenn sie eine Ewig­keit braucht, bis sie voll­stän­dig gela­den ist. Hier ein paar ent­spre­chen­de Sta­ti­sti­ken dazu:

  • 47% der Benut­zer erwar­ten, dass eine Web­site inner­halb von 2 Sekun­den oder weni­ger gela­den wird.
  • 75% der Men­schen wer­den nicht zu Web­sites zurück­keh­ren, deren Lade­zeit län­ger als vier Sekun­den beträgt.
  • 39% der Inter­net­nut­zer wer­den eine Web­site ver­las­sen, wenn Bil­der oder Vide­os gar nicht oder zu lang­sam gela­den wer­den.

Sie sehen also, wie wich­tig eine opti­ma­le Lade­zeit ist. Dies wird auch von Goog­le hono­riert, denn die Lade­ge­schwin­dig­keit ist ein Kri­te­ri­um für das Ran­king in der Goog­le-Suche.

8. Gutes Webdesign ist responsive.

Respon­si­ve bedeu­tet, dass die Web­site auf die Auf­lö­sung des ent­spre­chen­den Anzei­ge­ge­rä­tes reagiert und die Dar­stel­lung auto­ma­tisch anpasst. Dies gilt aber auch für ver­schie­de­ne Brow­ser, wie zum Bei­spiel Goog­le Chro­me, Mozil­la Fire­fox, Safa­ri etc. Das Design einer Web­site muss so kon­zi­piert wer­den, dass die User Expe­ri­ence auf allen Gerä­ten und Brow­sern gleich gut ist und Ihre Web­site nicht an Funk­tio­na­li­tät ein­büsst. Das ist ins­be­son­de­re wich­tig, weil die Bild­schirm­auf­lö­sun­gen sehr unter­schied­lich sind und Ihre Kun­den womög­lich vom Com­pu­ter, Lap­top, Tablet, Smart­pho­ne etc. auf Ihre Web­site zugrei­fen. Selbst­ver­ständ­lich kann Ihre Web­site nicht auf jedem Bild­schirm genau gleich aus­se­hen. Wenn Sie jedoch wis­sen, wel­ches Gerät Ihre Ziel­grup­pe bevor­zugt (z.B. Smart­pho­ne oder Com­pu­ter), dann kön­nen Sie das Web­de­sign auf die­ses Gerät fokus­sie­ren und das Design dann in einem zwei­ten Schritt für die wei­te­ren Auf­lö­sun­gen opti­mie­ren.

9. Gutes Webdesign verwendet Negativraum.

Sie ken­nen bestimmt eini­ge Web­sites, wel­che bis zum Plat­zen voll­ge­füllt sind und man dadurch fast vom Bild­schirm erdrückt wird. Womög­lich hät­te jemand den ent­spre­chen­den Desi­gnern bei­brin­gen müs­sen, dass eine Web­site nicht nach m2 ver­rech­net wird und man auch ein biss­chen Platz zwi­schen den ein­zel­nen Tex­ten oder Bil­dern las­sen darf. Die­ser Platz nennt sich Nega­tiv­raum oder auch Weiss­raum, weil er oft weiss bleibt. Das Ziel ist dabei, den ein­zel­nen Objek­ten ein Luft zu las­sen, sodass sie stär­ker wir­ken und die Besu­cher den Über­blick behal­ten. Gute Desi­gner schaf­fen es, Nega­tiv­raum sehr gekonnt ein­zu­set­zen und dadurch die Auf­merk­sam­keit der Nut­zer genau dort hin zu len­ken, wo sie sein soll. Auch Sie soll­ten des­halb dar­auf ach­ten, dass das Lay­out Ihrer Web­site so gestal­tet ist, dass der Bild­schirm nicht über­la­den ist und die User Expe­ri­ence posi­tiv bleibt. Aber Ach­tung, zu viel Nega­tiv­raum wirkt lang­wei­lig und darf nicht als Aus­re­de für zu weni­ge inter­es­san­te Inhal­te her­hal­ten.

10. Gutes Webdesign ist barrierefrei.

Nicht alle Men­schen haben das Glück pro­blem­los, zu sehen, zu hören oder zu spre­chen. Zum Glück gibt es heu­te vie­le Mög­lich­kei­ten, damit auch benach­tei­lig­te Men­schen die Vor­tei­le des Inter­nets nut­zen kön­nen. Damit Gerä­te wie Screen­re­ader funk­tio­nie­ren, muss Ihre Web­site jedoch ent­spre­chend gestal­tet und ent­wickelt wer­den. Dazu gibt es ent­spre­chen­de Stan­dards (W3C Stan­dards), wel­che Sie beach­ten und anwen­den soll­ten.

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